Eine Zeitung voll von Dingen. Warenwelten im Basler Avisblatt, 1729-1844

Anna Reimann

Eisengasse, Basel um 1838 (Bildausschnitt). StABS BILD 2, 1033.

Das Dissertationsprojekt untersucht die Wöchentlichen Nachrichten aus dem Bericht-Hauss zu Basel (kurz Avisblatt) - eine zwischen 1729 und 1844 erschienene Intelligenzzeitung - als Plattform für das (Ver-)Kaufen, (Ver-)Mieten und Tauschen von Konsumgütern.

Als spezifische Art von Marktinformationen verweisen die im dort geschalteten Anzeigen auf (potentielle) ökonomische Transaktionen. Das Projekt untersucht die so angebotenen und gesuchten Konsumgüter, ihre Verteilung und Gewichtung über den Untersuchungszeitraum hinweg sowie die in den Anzeigen beschriebenen Materialien, Qualitäten und Preise. Quantitative Analysen langfristiger Konjunkturen werden dabei durch thematisch-qualitative Tiefenborhungen ergänzt, umd ein vielschichtiges Bild des Angebotes an und er Zirkulation von lokalen, über-regionalen und globalen Konsumgütern in Basel zu erhalten.

Das Projekt betrachtet damit die Entwicklungen und Dynamiken des wirtschaftlichen Austausches und der materiellen Kultur in Basel durch die Linse des Avisblattes und setzt diese in Beziehung zu politischen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen der Sattelzeit.