Bürger- vs. Menschenrechte: Der Einfluss ausländischer Akteure auf die Migrationspolitik der Kantone Basel-Stadt und Zürich (1960-1984)

Flavia Grossmann

Das vorliegende Dissertationsprojekt befasst sich mit der Bedeutung ausländischer Behörden und migrationspolitischer Gruppierungen wie ausländischer Kultur- und Bildungsvereine und Gewerkschaften sowie ausländischer kirchlicher Organisationen für die Entwicklung der Migrationspolitik in der Schweiz. Im Vordergrund steht die noch kaum untersuchte kommunale und kantonale Ebene. Mit Basel-Stadt und Zürich sollen zwei exemplarische Kantone im Zeitraum der 1960er bis zu Beginn der 1980er Jahre untersucht werden. Ausgehend von diesen kantonalen Fallstudien fragt das Projekt nach dem Einfluss der Kantone auf die eidgenössische Migrationspolitik, nach den kantonalen und kommunalen Handlungsspielräumen in der Anwendung des Migrationsrechts und nach dem Status und Einfluss ausländischer Akteure gegenüber lokalen und kantonalen Verwaltungsbehörden.

Zu untersuchende Quellen sind einerseits kantonale Behördenakten und Unterlagen der Volkswirtschafts- und Justizdirektorenkonferenz. Andererseits sollen die Aktivitäten der Migrantenorganisationen erschlossen werden (mittels Akten des Schweizerischen Sozialarchivs und Dokumenten, welche die Organisationen selbst archiviert haben). Methodisch kommen neben quellenkritischen Zugängen auch Ansätze der Oral History (Zeitzeugen-Interviews) zur Verwendung.

Die Dissertation ist Teil des unter der Leitung von Prof. Dr. Marin Lengwiler stehenden Projekts "Der Nationalstaat in transnationaler Perspektive: Grenzüberschreitende Faktoren in der Geschichte der schweizerischen Sozialpolitik (1945-1960)".

Rahmenprojekt

Der Nationalstaat in transnationaler Perspektive: Grenzüberschreitende Faktoren in der Geschichte der schweizerischen Sozialpolitik (1945-2000)