Forschungsbereiche

Die Basel Graduate School of History ist im regen Umfeld des Departements Geschichte der Universität Basel angesiedelt. Seit den 1990er Jahren hat sich die Basler Geschichtswissenschaft mit kulturhistorischen, historisch-anthropologischen und geschlechterhistorischen Forschungen international profiliert und geografisch Akzente in der Schweizer Geschichte, der Geschichte Osteuropas sowie der Geschichte Afrikas gesetzt. Auf dieser Basis hat das Departement Geschichte in den letzten Jahren zwei übergreifende Schwerpunkte in Forschung und Lehre – «Europäische Geschichte in globaler Perspektive» sowie «Renaissancen» - definiert, die durch eine Reihe von spezifischen Forschungsorientierungen weiter profiliert  werden: Geschichte Afrikas; Osteuropäische Geschichte; Bilder, Dinge, Medien; Geschlechtergeschichte; Wissensgeschichte und Basler Geschichte. Die von den einzelnen Bereichen regelmässig veranstalteten Forschungskolloquien  eröffnen vielfältige Möglichkeiten zur Diskussion spezifischer Forschungsfragen. 

Die Trägerinnen und Träger der Basel Graduate School of History arbeiten in vielschichtigen Feldern. 

Prof. Dr. Caroline Arni

Professorin für Allgemeine Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

Die Professur befasst sich schwerpunktmässig mit Themen aus folgenden Bereichen: Sozial- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Geschlechterforschung, Wissenschaftsforschung, Schweizer Geschichte, Theorien und Methoden in Geschichtsschreibung und Soziologie, Historische Anthropologie.

Prof. Dr. Susanna Burghartz

Professorin für Geschichte der Renaissance und der Frühen Neuzeit

Die Professur verknüpft Fragen nach Wahrnehmung, Repräsentation und Medialität mit geschlechtergeschichtlichen und gesellschaftsgeschichtlichen Fragestellungen im Bereich der frühneuzeitlichen Expansions- und Kolonialgeschichte, der Reformations- und Konfessionalisierungsgeschichte und der Geschichte von Basel und der Schweiz in Renaissance und Früher Neuzeit.

Prof. Dr. Lucas Burkart

Professor für Geschichte des Spätmittelalters und der italienischen Renaissance

Aktuelle Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte Basels als exemplarischer Regionalgeschichte zwischen 1350 und 1550, der internationalen Renaissanceforschung, der Beziehungsgeschichte zwischen Italien und dem Orient sowie der Bedeutung des Materialen für die Konstitution von Identitäten in vormodernen Gesellschaften.

Prof. Dr. Madeleine Herren-Oesch (assoziiertes Mitglied)

Professorin für neuere Geschichte und Leiterin des Europainstituts der Universität Basel

Im Mittelpunkt stehen die allgemeine Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts und sowie Methoden und Theorien der Geschichtswissenschaft. Besondere Berücksichtigung finden dabei die Geschichte Europas, der europäischen Expansion und Integration. Ein besonderes Augenmerk gilt der Globalgeschichte und der Frage, wie sich  globale, lokale und nationale Akteure gegenseitig beeinflussen.

Prof. Dr. Martin Lengwiler

Professor für Neuere Allgemeine Geschichte

Es werden innovative Forschungsprojekte im Rahmen der folgenden Arbeitsbereiche entwickelt: Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Sozialstaatsgeschichte, Wissenschafts- und Wissensgeschichte.

Prof. Dr. Claudia Opitz-Belakhal

Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit

Im Mittelpunkt stehen Themen der Geschlechtergeschichte und der historischen Anthropologie (Ehe, Elternschaft, Geschwisterbeziehungen, Kindheitsgeschichte) sowie der Ideen- und Kulturgeschichte des Politischen (französische Revolution, Höfische Gesellschaft); daneben sind auch Bildungs- und Wissensgeschichte sowie Kulturtransferforschung wichtige am Lehrstuhl bearbeitete und gelehrte Themenbereiche.

Prof. Dr. Erik Petry (assoziiertes Mitglied)
Zentrum für Jüdische Studien

Im Mittelpunkt stehen die Geschichte der Juden und Jüdinnen in Deutschland und der Schweiz in der Neuzeit, die Geschichte des Zionismus, die Geschichte des Antisemitismus, die Geschichte des Nahen Ostens, die Oral History und die Gedächtnisgeschichte.

Prof. Dr. Jan Rüdiger

Professor für Allgemeine Geschichte des Mittelalters

Der Schwerpunkt der Professur liegt auf der Geschichte des nördlichen und westlichen Europa im frühen und hohen Mittelalter. Gegenwärtige Forschungsthemen an der Professur sind die politische Kultur maritimer Gesellschaften ("Thalassokratien"), politische Sprache im Mittelalter, Wirtschaftsgeschichte des hansischen und rheinischen Bereichs, Raum- und Zeitwahrnehmung im hohen und späten Mittelalter, Repräsentationen und Medialität von Herrschaft, die Kriegergesellschaft des 10. Jahrhunderts im Herzogtum Schwaben sowie regionale Geschichtskulturen im 19.-21. Jahrhundert.

Prof. Dr. F. Benjamin Schenk
Professor für Osteuropäische Geschichte

Im Mittelpunkt stehen Fragen der Osteuropäischen Geschichte aus einem kulturhistorischen Blickwinkel. Schwerpunkte bilden die Geschichte Russlands bzw. der Sowjetunion und Ostmitteleuropas im 19. und 20. Jahrhundert und dabei insbesondere Fragen der Imperiengeschichte, der Raumgeschichte, der Erinnerungsgeschichte, der Infrastrukturgeschichte und der Geschichte von Biografik und Autobiografik.

Prof. Dr. Julia Tischler
Professorin für Afrikanische Geschichte*

Forschung und Lehre beschäftigen sich vorranging mit sozial- und umweltgeschichtlichen Prozessen im 19. und 20. Jahrhundert im südlichen Afrika (Südafrika, Sambia, Simbabwe); auch West- und Ostafrika werden in den Blick genommen. Schwerpunktthemen sind Wissen und Wissenschaft, Arbeit, Entwicklung, Landwirtschaft, natürliche Ressourcen, (Siedler-)Kolonialismus und Dekolonisierung, Rassismusforschung. 

 

* Bitte beachten Sie, dass diese/r Träger/in derzeit nicht als potentielle/r Betreuer/in im Rahmen der Ausschreibung der Startstipendien zur Verfügung steht.